Freitag, 31. Oktober 2014

Happy Halloween!

Aloha,

heute ist Halloween - mein Lieblingsfest im ganzen Jahr! Der Tag begann schon perfekt mit dicken Nebelschwaden, und gestern Abend haben wir unser diesjähriges Gruppenkostüm fertiggestellt.

Wir sind RingDMC, die krasseste Band von Mittelerde!

vlnr: Gabba Gandalf, MC Gimli, Strobo-Nazgûl

Das meiste ist übrigens selbst gebastelt, auch Nazgûls Handschuhe, die sind aus Panzertape.
Ich bin MC Gimli in der Mitte. Meine Bauchprothese ist ein Sofakissen. Helm, Axt, Gandalfs Pfeife und Turntable sind aus Pappmache (und der Helm ist derart krass, dass ich mir zwei mal heftig den Kopf an der Dachschräge angeditscht habe und er keine einzige Delle davongetragen hat!). Unsere Küchenuhr und ein altes Käppi haben mit ein wenig Moosgummi, Goldspray und Blingbling zum Aufkleben auch ein Upcycling erfahren!

Nachtrag: Gabba Gandalf hat den Kostümwettbewerb der Studentenparty gewonnen!

Montag, 28. April 2014

Balkongestaltung mit wenig Geld

Aloha,
es kommt der Sommer, und Feri, die ja eigentlich Gärtnerin werden wollte, dafür aber hoffnungslos überqualifiziert war, pult inzwischen schon wieder den ganzen Tag in irgendwelchen Töpfen herum oder schnüffelt glücklich an Kräuterpötten! 
  
Falls jemand von euch auch einen kleinen Balkon hat (alternativ geht auch ein Stück Wiese, das Fensterbrett.. oder, ganz im Sinne des Guerilla-Gardenings: irgendwas wo man Erde auffüllen kann und Pflanzen hinsetzen kann, und wenn es eine an eine Laterne gebundene Konservendose ist!), möchte ich hier ein paar Tips teilen, wie man mit wenig bis keinem Geld- und Ressourcenaufwand eine kleine grüne Oase zaubert. So ein Balkon ist toll, um die Sonne zu genießen, um sich ein paar Sachen selbst anzupflanzen und auch, um Bienen Nahrung zu geben (denn durch die Monokultur in der Landwirtschaft stehen immer weniger geeignete Pflanzen zur Verfügung).


Pflanzen beschaffen
Man kann ein Vermögen für Pflanzen ausgeben! Im Prinzip kriegt man aber auch den gesamten Balkon mit ein paar Euro oder ganz kostenlos grün: erntet Samen in der Natur, tauscht welche mit Bekannten und Nachbarn oder fragt, ob ihr euch von deren Pflanzen etwas abstechen könnt.
Von vielen Pflanzen kann man später Samen aufheben und sie für das nächste Jahr aufheben. Beispielsweise habe ich vor etlichen Jahren ein Tütchen Ringelblumensamen für 1,25 € gekauft, mit den daraus neu entstehenden Samen hätte ich wohl ein kleines Feld bestellen können... jedenfalls habe ich nun weiterhin jedes Jahr kostenlos etliche Ringelblumen.
Für Kräuterblumenkästen kann man es auch mal mit Küchenkräutern aus dem Supermarkt versuchen (auch wenn selbst aussäen natürlich deutlich billiger ist). Da war meine Erfoglsquote bislang allerdings durchwachsen, einige wuchsen extrem, nachdem ich sie in einen größeren Topf gepflanzt habe, andere sind nach wenigen Tagen eingegangen (wozu die meisten Supermarktkräutertöpfe wohl leider auch gedacht sind, aufbrauchen und wegwerfen).
Manchmal kann man auch aus Kernen aus gekauftem Obst und Gemüse Pflanzen ziehen - es kann aber vorkommen, dass diese keine Früchte tragen oder gar nicht erst keimen, weil das Saatgut oft nicht "saatfest" ist, also eben zur industriellen Produktion von einer Erntegeneration gedacht war und nicht für weitergehende Pflanzengenerationen.

Wichtig bei der Pflanzenauswahl ist: standortgerechte, robuste Pflanzen aussuchen. Standortgerecht bedeutet, dass ihr abschätzen müsst, wie viel Sonne die Pflanzen abbekommen: bei viel Sonne eignen sich mediterrane Kräuter und Pflanzen wie Kamille oder Thymian. Für schattigere Plätze kann man z.B. Brunnenkresse oder Waldmeister nehmen. Robust bedeutet, dass ihr ruhig erstmal die "Standardsorten" nehmen könnt: da sind die Preise neidrig und die Erfolgschancen für Ernte oder Blüte höher. Nichts frustet doch mehr, wenn man eine sündhaft teure Edelminze kauft, bei der dann die Blätter hängen...

Aussaat und Erde
Als Erde nutze ich so ziemlich die billigste, die es beim rewe gibt (ca. 1,50 € für 20 Liter). Ganz ehrlich, ich habe bislang keinen großen Unterschied zu teurer Anzucht- oder Kräuterspezialerde gesehen. Für die Aussaat kann man z.B. Eierkartons nutzen:


Die gekeimten Pflanzen lassen sich damit einfach herauslöffeln und umtopfen und die Pappe saugt überschüssige Feuchtigkeit auf. Andere Methoden, die ich gesehen habe (die ich aber komplizierter fand) waren Aussaat in Erde in leeren Eierschalen und in senkrecht aufgestellten Klopapierrollen.

Pflanzbehältnisse
Die meisten meiner größeren Pflanzbehältnisse habe ich beim Sperrmüll entdeckt, der findet bei uns relativ regelmäßig statt. Auch im Winter schaue ich dann immer, ob ich irgendwo Töpfe entdecke. Selbst wenn es nur Übertöpfe sind, kann man diese trotzdem benutzen, wenn man unten einfach ein paar Löcher hineinbohrt.
Einige Kräuter habe ich auch in Konservendosen platzsparend an die Wand gehängt. Dazu hab ich einfach das Etikett entfernt und mit einem Nagel und Hammer unten ein paar Löcher zur Entwässerung hineingeschlagen, dann oben etwas Draht drum gewickelt und diesen an Nägeln in der Wand befestigt:


Raum gestalten
Das wichtigste bei kleinen Balkonen ist, dass man den vorhandenen Platz sinnvoll ausnutzt. Am einfachsten geht das, wenn man versucht, möglichst viel vertikal anzuordnen, beispielsweise mit den eben schon erwähnten Konservendosen an der Wand. Für meine Kräuter hab ich ein altes Metallregal aufgetrieben, das sehr wetterfest ist. Der Vorteil davon ist auch, dass ich weiter unten Kräuter deponieren konnte, die lieber Schatten mögen. Wer so ein Regal nicht findet, kann z.B. aus aufeinandergestapelten Weinkisten ein ähnliches bauen, das kann auch sehr schön aussehen!


In einer Ecke habe ich auch verschiedene Blumenkübel und Töpfe stehen. Damit das nicht einfach nur abgestellt aussieht und damit alle Pflanzen ausreichend Licht und Platz haben, habe ich die Höhe der Töpfe variiert, indem ich unter die hinteren Töpfe z.B. Ziegelsteine oder umgedrehte Übertöpfe gestellt habe, hier sieht man das ein bisschen:


Wer eine auftreiben kann oder Geld über hat, um sich eine zu kaufen, kann eine wetterfeste Holztruhe auf den Balkon stellen, um überzählige Töpfe, Erdesäcke, Schippe etc. diskret zu verstauen (bei mir ist da auch ein aufblasbares Planschbecken drin versteckt *hust*). Die kann auch gleich als Sitzgelegenheit dienen.

Ein schmaler Balkon wirkt meist größer, wenn man ihn nicht wie einen schmalen Gang möbliert, sondern ganz bewusst "Ecken" einbaut, und auf die schmale Seite etwas stellt. Schaut euch das Bild ganz oben nochmal an, dann wisst ihr vielleicht, was ich meine: Die Kiste mit den Erdbeeren, das Kräuterregal und die Bank bilden eine Ecke, wobei die Bank auf der Schmalseite des Balkons steht. Rechts steht dann nur ein schmaler Blumenkasten. Dadurch ist die Bank ein "Blickstopp" und der Balkon wirkt nicht mehr wie ein Schlauch (der entstünde, wenn die Bank z.B. rechts an die Wand gestellt wäre und man geradezu auf eine kahle Balkonwand gucken würde).

...nun noch ein paar Lampinons hinhängen oder kleine Laternen aufstellen, und schon hat man einen liebevoll eingerichteten Hippie-Balkon!


Was wächst bei Feri?
Als kleine Anregung, was man alles so pflanzen kann, hier meine diesjährige Liste (6 m² Balkon mit ziemlich starker Sonne):
  • Erdbeeren (in Holzbox, überwintert)
  • Säulenkirsche (die war teuer, aber ich wollte sie unbedingt haben)
  • Basilikum, Oregano, Koriander (ausgesäht, für Saucen)
  • Rosmarin (mein Lieblingskraut, ausgesäht, für Saucen, zum Räuchern und für Badesalze)
  • marokkanische Minze (super für Minztee!)
  • Salbei (ausgesäht, für Tee und zum Räuchern)
  • Schnittlauch, Petersilie, Brunnenkresse (ausgesäht, aufs Brot, stehen alle ganz unten im Regal wo mehr Schatten ist)
  • Ringelblume, Borretsch, Kappizinerkresse (alles einfache, schön blühende Blumen deren Blüten essbar sind)
  • Johanniskraut, Kamille (derzeit noch am keimen)
  • Tomate (ausgesäht, für Freund)
  • Altbestände: Hortensie, Lilien, irgendwas mit lila Blüten, Malve
  • 2 große Kübel ausgesähte "Bienenmischung", d.h. diverse Kräuter und Blumen, die gut für Bienen sein sollen (gab es neulich gratis bei rewe, die erste Biene hab ich schon beim Aussäen gesichtet, wie süß!)

Montag, 31. März 2014

Alternative Kosmetik, die Geld und Verpackung spart =)

Aloha,

in letzter Zeit versuche ich ja zunehmend, Plastik bzw. Verpackung im Allgemeinen zu vermeiden, wo es geht. Da ich es ja auch grad mit dem Geld nicht so dicke hab, kommt noch hinzu, dass ich in vielen Punkten versuchen muss, so preiswert wie möglich wegzukommen. Grad im Bereich Kosmetik lässt sich beides erstaunlich einfach kombinieren. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie viel die Verpackung bei den meisten Kosmetika am Preis ausmacht! Was wir bezahlen sind zum größten Teil nicht die Seife oder das Shampoo an sich, sondern die Verpackung, das Verpackungsdesign, die Marke und die Transport- und Lagerungskosten.

Hier also ein paar Ideen von mir, wie man im Badezimmer ganz einfach Geld sparen und die Umwelt schonen kann. Als Bonus sind die meisten Ideen obendrein noch dekorativer oder gesünder als die "kommerzielle" Variante. Falls ihr weitere Ideen und Anmerkungen oder über ähnliche Themen schon selbst gebloggt habt, freue ich mich wie immer über eure Kommentare!

Seife
In den meisten Fällen gilt: feste Kosmetika ist umweltschonender und preiswerter als flüssige! Sie sind "unverdünnter" und halten darum viel länger. Flüssige Produkte halten weniger lange und nehmen deutlich mehr Platz weg, so dass viel mehr Verpackung nötig ist und mehr Energie zum Transport und zur Lagerung aufgewendet werden muss. Daraus entsteht zum einen eine größere Umweltbelastung, zum anderen aber auch ein höherer Preis.

Der einfachste Schritt um flüssige durch feste Produkte zu ersetzen ist sicherlich die Handseife. Wenn man mal überschlägt, wie lange ein Seifenstück im Vergleich zu Flüssigseife hält, kann man sich sogar schöne Naturkosmetikseifen mit tollen Düften oder pflegenden Ölen darin kaufen! Viele Leute kochen ihre Seife auch komplett selbst. Und ich find es sieht allemal schöner und einladender aus als die Plastikseifenflasche vom Aldi (vor allem wenn die fast leer ist und immer umfällt):
 

Wichtig bei fester Seife ist die Seifenschale, sie sollte auf jeden Fall Löcher haben, damit das Wasser ablaufen kann und die Seife nicht aufweicht. Bei Holz- oder Plastikschalen kann man so ein Loch auch selbst bohren. Keramikschalen ohne Löcher sind Mist! Außerdem sollte man darauf achten, dass man die komplette Schale einfach mit einem Schwamm reinigen kann, also wenig Ecken und Ritzen sind, in denen sich Seifenmatsch ansammeln kann.

Duschgel
Statt Duschgel kann man im Prinzip auch feste Seifen verwenden. Ich habe allerdings noch Duschgelflaschen übrig, und da sich das Zeug bei mir einfach nicht verbraucht, wird es wohl noch etwas dauern, bis ich auf feste Stücke umsteige. Verpackung und Geld habe ich hier bislang gespart, indem ich große Flaschen zu z.B. 400 ml gekauft habe - je mehr Inhalt, desto weniger Verpackung pro ml ist nötig.
Außerdem benutze ich immer einen Schwamm, um das Duschgel effizient zu nutzen. Dadurch brauche ich nur ganz kleine Mengen an Duschgel, aber es schäumt trotzdem ausreichend für den ganzen Körper (ich glaube, wenn man keinen Schwamm benutzt, wird das meiste Duschgel mehr oder weniger ungenutzt sofort wieder abgespült).

Körperpeeling
Das Problem an den meisten Körperpeelings ist, dass die Peelingkörner aus Kunststoffen bestehen. Die können wegen ihrer kleinen Größe in den meisten Kläranlagen nicht gefiltert werden und gelangen in die Flüsse, Seen und Meere. Kunststoffe zersetzen sich aber nicht, sondern zerfallen nur in immer kleinere Teilchen. Die werden dann von Fischen oder sogar vom Plankton gefressen. Viele Kleinstlebewesen sterben daran, weil die Kunststoffteile ihre Verdauung verstopfen, und bei größeren Tieren lagern sich Substanzen aus dem Kunststoff im Gewebe und Blut an. Diese Stoffe können toxisch oder krebserregend sein und z.T. sogar wie Hormone wirken. Auch beim Menschen sind diese Stoffe inzwischen im Blut nachweisbar.

Kurzum, Kunststoff in Verpackungen ist suboptimal, Kunststoffpeelingkörnchen aber auch. Inzwischen werden auch Peelings mit Körnern aus Naturmaterialien angeboten. Im Prinzip braucht man diese aber auch gar nicht, man kann einfach einen Peelinghandschuh verwenden. Da spült man die Körnchen nicht in den Abfluss, sondern behält sie am Schwamm, was obendrein deutlich billiger ist (und meiner Meinung nach auch besser klappt, weil die Körnchen dann nicht zwischen die Finger "flüchten"). Mein absoluter Favorit unter den Peelinghandschuhen ist der Kismee (kann man z.B. hier bestellen), der bei sorgsamer Behandlung fast ewig hält, eine super glatte, weiche Haut macht und auch gegen einwachsende Haare hilft.

Gesichtspflege
Hier habe ich radikal reduziert! Meine Haut ist leichte Mischhaut, richtige Pickel bekomm ich selten, aber Mitesser und kleine dicke "Knubbel" kamen recht oft. Die absolut beste Hilfe dagegen ist, wie ich festgestellt habe, einfach nur Heilerde. Die gibt es fertig in der Plastiktube, aber auch (billiger und mit weniger Verpackung) in Pulverform zum selbst anrühren, z.B. bei dm (eher im hinteren Bereich zwischen den Nahrungsergänzungsmitteln und der Babynahrung irgendwo). Ich rühr mir immer eine kleine Dose voll an und nutze das als tägliche Waschpaste und ab und zu als Gesichtsmaske. Wenn man ein bisschen doller rubbelt, geht es auch als Peeling.
 
Meine Heilerde zum selbst anrühren.
Neben der Heilerde benutze ich dann nur noch eine gute Gesichtscreme, die viel Feuchtigkeit spendet (ohne Paraffine, seit Jahren die Moisture Surge Intense von Clinique, weil die auch extrem ergiebig ist und die Haut nicht ölig macht). Waschgel, Peeling, Masken etc. nehm ich gar nicht mehr - ein Pott Heilerde reicht. Gesichtswasser hab ich nur noch in Restbeständen da, werd ich aber denke ich auch nicht mehr nachkaufen.


Deo
Beim Deo musste ich lange überlegen. Irgendwann hatte ich mal ein festes Deo von Lush, das aber sehr bröckelig war, komisch roch und obendrein blöde, harte Flecken in die Shirts machte. Allerdings sind gerade Deoflaschen ja von der Verpackung her extrem aufwendig und umweltschädigend - wen es interessiert, der kann hier nachlesen, welche Auswirkungen unser Aluminiumverbrauch auf den Regenwald hat.

Deoroller sind natürlich eine Alternative. Mir fiel zwischenzeitlich aber noch etwas ein, dass ich vor einigen Jahren schonmal hatte: ein "Deo-Kristall", bzw. Alaunstein. Das ist ein kleiner Mineralstein, der einfach auf angefeuchteter Haut herumgerubbelt wird und damit wie ein Deo wirkt, aber auch zur Blutungsstillung, z.B. nach Schnittwunden. Natürlich hat der auch seinen ökologischen Fußabdruck und das Mineral musste irgendwo gewonnen werden - aber er hält ewig. Wirklich ewig. Ich hab vor 3 Monaten einen 100 g Stein für ca. 5 Euro auf Ebay gekauft, und der ist irgendwie immer noch gleich groß, nur die Ecken sind etwas mehr abgerundet. Verpackt war er nur in einer dünnen Plastikfolie (wohl gegen Feuchtigkeit) und einer Pappschachtel:
 
Ausgepackter Alaunstein als Deoersatz.
Der Stein kann mehrere Jahre halten, wenn man ihn gut behandelt. Mein früherer, den ich vor etlichen Jahren mal von meiner Oma bekam, hatte eine Plastikkappe, die ich immer geschlossen hatte. Da man die Haut aber anfeuchten musste, um ihm zu benutzen, konnte er in dieser Plastikverpackung nicht mehr richtig trocknen und es haben sich Rillen hineingefressen, so dass er zunächst kratzte und dann irgendwann zerbrach. Meinen jetzigen Stein habe ich ohne irgendwelche Verpackung auf einer Seifenschale liegen und nutze ihn halt auf feuchter Haut, aber mit trockenen Fingern. Bislang funktioniert das sehr gut, und der Deo-Effekt ist genauso wie mit dem Sprühdeo, das ich davor immer hatte.


Shampoo/Conditioner
Beim Shampoo gilt im Prinzip das gleiche wie beim Duschgel und der Handseife: fest hält länger, ist umweltschonender und unterm Strich preiswerter. Auch hier gibt es inzwischen von verschiedenen Marken feste "Shampoobars" und Conditioner. Der Vorteil hierbei ist auch, dass man auf Reisen deutlich weniger Volumen mitschleppen muss, wenn man einfach diese Seifenstückgroßen Tabletten nimmt.

Mein Lieblingsshampoo ist allerdings das leider flüssige Henna-Shampoo von Sante (gibt es auch bei dm). Ich hab halt auch extrem empfindliche Haare und traue mich da nicht mit viel ran. Bei Alnatura gibt es zwar Sante Shampoo nun auch in der 950 ml Flasche zum Nachfüllen für kleinere Flaschen, aber leider gerade nicht das Hennashampoo. Nebenbei benutze ich die New-Shampootablette von Lush, das machen meine Haare aber nicht auf Dauer mit. Bei Alnatura gibt es noch ein paar weitere feste Shampoos, aber ich traue mich nicht so ganz... Hat jemand von euch Tipps für empfindliche, dünne Haare?

"Monatshygiene"
Ein total bescheuertes Wort, und die Berge an Tampons oder Binden, die man dafür jeden Monat verbraucht, sind genauso bescheuert. Das geht auf Dauer richtig ins Geld, und vor allem muss man immer darauf achten, Wechselprodukte dabei zu haben (diese klischeehaften 5 Tampons pro Damenhandtasche). Wenn man wie ich gern einfach nur mit dem Hausschlüssel in der Hosentasche und maximal noch der Geldbörse in der Jacke nach draußen rennt, verplant man das natürlich auch öfter...

Für Experiementierfreudige gibt es als Alternative Menstruationscups wie z.B. den Mooncup oder Divacup. Das sind weiche Silikonbehälter, die man wie Tampons benutzt, aber "auskippen", auswaschen und wiederverwenden kann. Ich nutze nun seit fast 9 Jahren einen Mooncup und kenne inzwischen auch viele andere, die davon begeistert sind. Der Anschaffungspreis liegt bei ca. 25 - 30 Euro (kann man z.B. hier bei Amazon bestellen) und er ist angeblich mehr als 10 Jahre nutzbar. Ich habe meinen ersten etwas länger als 8 Jahre genutzt, fand dann aber dass er etwas hart geworden ist und habe letztes Jahr dann meinen zweiten bestellt. Da man über den Mooncup (oder Divacup oder was es da noch alles gibt) unglaublich viel schreiben kann, beschränk ich mich hier nur auf den generellen Tipp, wer mehr wissen will, findet bei kurzer Internetrecherche sicher super viele Erfahrungsberichte. Mir hat der Mooncup viel Geld, Platz, Abfall und Nerven gespart und ich fand ihn auch deutlich verträglicher als diese austrocknenden Tampons.


Platz da! Woche 4: Badezimmer

Juchu, es geht wieder weiter!

Nach zwei sehr chaotischen Monaten bin ich jetzt wieder am Bloggen. Tut mir leid, dass so lange nichts kam - aber in den letzten Monaten vom Studium geht es einfach alles ein bisschen drunter und drüber. Gerade hab ich eine kleine Atempause, also soll es hier nun endlich mal weitergehen! Ergebnisfotos vom Schrankaufräumen hab ich mir mal gespart, da gibts ja finde ich nichts spannendes, außerdem möcht ich net unbedingt über meine Schlüppis bloggen ;)

Diese Woche gehts nun um das Badezimmer, bei vielen ja ein absolutes Zentrum der Katastrophe. Man braucht ja auch so viel Kleinkram! Und so stehen zigtausend Fläschchen, Tuben, Tiegelchen usw. vor dem Spiegel parat und Haargummis und -spangen haben sich in jeder Ecke eingenistet. Kleinkram wie Nagelscheren und Zahnseide und unförmiges Zeug wie Haarreifen wandern permanent auf den Ablageflächen umher. Weil es eine elende Arbeit macht, wenn man das alles zum Putzen hochnehmen muss, wischt man lieber einfach außenherum...

Da ich mein (wiiiinziges!) Badezimmer im Moment relativ gut im Griff habe, flechte ich meinen derzeitigen Ergebnisstand mal direkt in die Tipps ein... Aktuell bin ich dabei, eher auf Kosmetik ohne großes Verpackungsbimborium umzusteigen, doch dazu im letzten Punkt mehr...

Falls ihr weitere Möglichkeiten kennt, im Badezimmer Platz effizient zu nutzen oder euch die Ideen geholfen haben oder ihr sonst irgendetwas loswerden möchtet, freue ich mich immer über Kommentare!

Tipps für mehr Übersicht im Badezimmer
 
  • Platz ausnutzen für den elenden Kleinkram:
Um Kleimkrams platzsparend, übersichtlich und dekorativ unterzubringen, haben sich bei mir bislang zwei Methoden etabliert: Behältnisse und Haken sowie Extraböden innerhalb des Schrankes.
 
Sämtliche Haargummis und Kleinkram, den ich selten brauche, stopfe ich in meine Kosmetiktasche, die im Waschbeckenunterschrank steht. Wenn ich auf Reisen geh, kipp ich das halt kurz aus - mir ja egal, bin ja dann eh nicht zuhause. Wenn ich zurückkomme, brauch ich die Tasche nicht mehr, also stopf ich diese Dinge da wieder rein. Dadurch brauche ich keinen Extrabehälter dafür. Utensilien, die man öfter braucht, kann man in ein Körbchen legen und damit in den Schrank stellen oder z.B. in eines dieser typischen geflochtenen Badezimmerbehältnisse mit Deckel geben - dabei nur darauf achten, dass es groß und offen genug ist, um die benötigten Dinge immer schnell zu finden und nicht lange kramen zu müssen (dann wandern die Sachen nämlich irgendwann "von selbst" wieder heraus und nisten sich erneut unterm Badezimmerspiegel ein).
 
Worauf ich bei der letzten Generalentrümpelung zufällig kam und was sich super bewährt hat, sind Klebehaken im Schrank! Viele Badezimmerschränke haben noch unglaublich viel freies Raumvolumen. Um das zu nutzen, kann man an die Innenwände oder auch von innen an die Türen Klebehaken anbringen, an die Kleinkram wie Haarreifen, Nagelscheren, Kämme oder ähnliches angehängt werden kann:
 
Zwei peinliche Klebehaken, die ich irgendwo noch gefunden habe...
Meinen Rasierer habe ich übrigens auch einfach von innen an die Schranktür geklebt. So dekorativ, dass ich ihn über der Badewanne hängen haben muss um ihn permanent im Auge zu haben, fand ich ihn nämlich nicht.
 
Wenn der Schrank weitere Einlegeböden benötigen könnte, kann man sich auch fix selbst welche bauen, zur Not auch nur für eine Hälfte des Schrankes. Holz dafür kann man im Baumarkt als Schnittabfall super billig bekommen, wenn man nett fragt, wird einem auch das noch passend zugesägt. Man benötigt zwei gleiche Seitenteile, die mit Winkeln und kleinen Schrauben schnell und per Hand an ein Brett für die Oberfläche geschraubt werden. Alternativ und schneller gehen statt Seitenteilen auch 4 gleich lange Lattenreste oder Rundhölzer, die man entweder mit einem Nagel von oben durch das Brett oder mit Holzleim fixiert, so dass es wie ein kleiner Tisch aussieht. Diese Zwischenetagen sind auch in ganz kleinem Maßstab praktisch, z.B. um Nagellack, Parfüm oder ähnliche kleine Sachen, von denen auch 2 übereinander in das Schrankfach passen könnten, unterzubringen. So steht weniger hintereinander und dafür mehr übereinander.
  
  • Schränke freibekommen für herumstehende Produkte:
Die meisten Leute die ich kenne blockieren ihre Schränke im Bad mit Sachen, die man deutlich seltener braucht als die Kosmetikprodukte oder die einfach unglaublich viel Platz wegnehmen. Da verstopfen dann ein paar Handtücher oder sperrige Putzmittel den Waschbeckenunterschrank und schon muss der ganze kleinteilige Kosmetikkrempel auf den freien Oberflächen deponiert werden.

Dabei kann man Putzmittel oft auch unter der Spüle in der Küche, in einen Flurschrank oder in einer Kammer auslagern - Dabei auch einfach mal durchsehen, welche Putzmittel tatsächlich notwendig sind bzw. welche verschiedenen Spezialreiniger man durch einen Generalreiniger ersetzen kann.

Handtücher kann man platzsparend unterbringen, wenn man ein einfaches Regal nah unter der Decke anbringt. Das passt wirklich in jedem Bad (zur Not quer über der Tür). Man kommt schnell dran, es werden keine Schränke blockiert und die Handtücher sind trotzdem ordentlich aufbewahrt und im Regelfall "außer Sicht":

Ein einfaches LACK vom bekannten schwedischen Möbelhaus ;)
  • Zombieprodukte:
Jeder hat doch irgendwie noch eine Bodylotion, ein komisch riechendes Shampoo oder ein altes Duschgel herumstehen, das man irgendwann gekauft hatte oder geschenkt bekam, aber letztenendes sowieso nicht mehr nutzt, da man eigentlich ein anderes viel lieber hat. Oder Restbestände von Pflegelinien, von denen man auf etwas anderes umgestiegen ist. Ebenso diverse Makeupsachen, die man mal für einen bestimmten Anlass gekauft hat oder die man einfach seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt hat, oder die diversen Pröbchen, die man sowieso immer vergisst auszuprobieren. Hier muss man dann einfach nur mal entrümpeln: komisch riechende oder nicht mehr gut aussehende Sachen wegwerfen, gut erhaltenes an Bekannte weitergeben, oder einen Monsterbadetag machen, an dem man einfach mal den ganzen Kram endlich mal schonungslos aufbraucht! Und in Zukunft nur kaufen, was man benutzt, und versuchen die Bestände erst aufzubrauchen, bevor man etwas neues anfängt...

Gratispröbchen etc. lehne ich in den meisten Fällen inzwischen übrigens ab. Bei den meisten bin ich eh nicht daran interessiert, das Produkt tatsächlich auszuprobieren und ggf. später zu kaufen. Außerdem verursachen diese Pröbchen wegen der geringen Produktmenge Unmengen an Ressourcenverbrauch und Abfall für die übermäßige Verpackung. Durch Verzicht auf den Gratisschluck Duschgel oder was auch immer, den ich mit dieser Probe bekomme, werd ich ja auch nicht arm.

  • Verpackung und Produktmenge reduzieren:
Da ich ja in letzter Zeit versuche, meinen Plastikkonsum in Grenzen zu halten, hab ich inzwischen auch für die Kosmetik ein paar alternative Möglichkeiten gefunden. Zum Teil kann man durch weniger Verpackung Platz sparen, größtenteils spart es aber "einfach nur" Geld und Ressourcen und sieht hübscher aus. Speziell zu diesem Thema habe ich hier einen separaten Blogeintrag für euch geschrieben, da ein Umstieg auf solche Alternativen viel mehr ist als nur Badezimmer entrümpeln...

Montag, 20. Januar 2014

Der ökologische Fußabdruck - welche Schuhgröße hab ich denn nun?

Aloha,

in den letzten Jahren war ich Tutorin für ziemlich viele Studenten im ersten Semester Umweltingenieurwesen. Ich hab da eine Übung geleitet, in der über verschiedene Aspekte der Umweltwissenschaften diskutiert wird, unter anderem geht es auch um die ökologischen Grenzen des Planeten, Nachhaltigkeit, globale Fairness, Umgang der Gesellschaft mit dem Thema und was man selbst tun kann usw... Die Ansichten dieser angehenden Hoffnungsträger für unsere Welt waren größtenteils ernüchternd bis erschütternd (und ich hab mich bei rund 80% der in den Kursen befindlichen gefragt, wie sie bei so viel Desinteresse an der Umwelt gerade dieses Studienfach ausgewählt haben, aber egal). Als anschauliche Größe haben wir jedenfalls oft den sogenannten ökologischen Fußabdruck (bzw. ecological footprint) angesprochen.

Was ist der ökologische Fußabdruck?
Der ökologische Fußabdruck rechnet genutzte Ressourcen so um, dass wir ein Maß dafür bekommen, wie viel unserer Erde für unseren Lebensstil beansprucht wird. So würde unsere eine Erde, wenn man sie gerecht aufteilt und nachhaltig nutzt, für jeden 1,8 Hektar Fläche zur Verfügung stellen. Ein durchschnittlicher Bewohner des afrikanischen Kontinents benötigt etwa 1,4 Hektar, ein durchschnittlicher Deutscher 4,6. Das bedeutet, dass wir etwa 2,4 Planeten bräuchten, wenn jeder so leben würde wie der Durchschnittsdeutsche. Im Weltdurchschnitt benötigen wir 2,7 Hektar pro Person und damit etwa 1,5 Planeten - wir haben aber nur einen. Das, was aktuell mehr verbaucht wird, geht zulasten des Ökosystems - und damit schrumpft natürlich auch die nutzbare Fläche, die wir für die Zukunft noch haben.
Dieses System hat zwar einige Schwächen und Ungenauigkeiten, hilft aber sehr gut für eine grobe Orientierung.

Wie berechne ich meinen Fußabdruck?
Da ich mich in letzter Zeit viel mit kritischen Büchern zum Thema Umweltzerstörung durch Konsum beschäftigt habe und eigentlich dachte, ich leb ja relativ umweltbewusst, dacht ich mir ich berechne mir mal wieder einen solchen Fußabdruck. Dazu gibt es verschiedene Rechner im Internet. Leider habe ich keine mich wirklich zufriedenstellende Berechnungsmethode gefunden, und darum einfach mal verschiedene Rechner durchprobiert:

Der ziemlich einfach gestrickte offizielle deutsche Rechner spuckt für mich 3,3 Hektar (1,8 Erden) aus. Was reinknallt, sind meine Flugreisen - etwa jedes zweite Jahr fliege ich wirklich weit. Daher hab ich in der Berechnung den Durchschnitt angegeben (und nicht direkt das letzte Jahr, in dem wir nach New York geflogen sind).

Der österreichische Rechner ist etwas ausführlicher und besonders interessant, weil man hier direkt beim Beantworten der Frage den Einfluss der Antwort erkennen kann - boah is das schön wenn man anklickt, kein Fleisch zu essen und der Fußabdruckbalken für die Kategorie "Essen" sich gleich mal halbiert! Für die leidigen Flüge hab ich das Jahresmittel genommen - da schoss der Balken nach oben! *urk* Und ich komme auf 5,2 Hektar, also 3 Erden! *keuch* Dabei ess ich kein Fleisch, kaufe außer Lebensmitteln kaum etwas, besitze kein Auto und Freund beschwert sich seit einiger Zeit, dass unser Stromverbrauch viel zu niedrig sei, als dass sich ein Stromanbieterwechsel lohnen würde... Alles nur wegen der Flüge!
Der ebenfalls recht ausführliche Rechner des WWF Schweiz hat mir nur 1,5 Erden ausgespuckt, da befinde ich mich (trotz Flüge!) offenbar im Weltdurchschnitt. Ein anderer WWF-Rechner hat mir, wenn ich angebe dass ich in der Schweiz lebe, allerdings 2,4 Erden angegeben, was zum größten Teil daran lag, dass meine Nahrungsmittel wohl nicht regional genug waren. Bei einem ziemlich oberflächlichen Rechner aus England komme ich dann noch auf 1,9 Erden.

Also, wenn ich das ganz stupide mittle... bin ich bei 2,1 Erden (wobei es relativ egal ist, ob ich diesen komischen englischen Rechner mitberücksichtige). Schon irgendwie ernüchternd... 

Was bringt mir das jetzt?
Auch wenn die Zahlenangabe nicht wirklich verlässlich ist, so bekommt man doch ein Gefühl dafür, in welchen Bereichen man, vielleicht unerwartet, die Umwelt stark belastet, und kann überlegen, wo man noch Einsparpotential hat.

Bei mir würde ein großer Effekt auftreten, wenn ich die Flugreisen lassen würde und wenn ich mehr lokale Nahrungsmittel kaufen würde.
Ersteres ist für mich richtig hart - und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich in naher Zukunft auf Flugreisen verzichten werde, da ich einfach ein absoluter Entdecker bin. Zumindest werd ich mich aber an den Fußabdruck erinnern und die Flugreisen nicht häufiger unternehmen, sondern weiterhin auch alternative Trips wie Kurzreisen ohne Flug oder Campingtouren. Sofern es für mich weiter weg geht, leg ich aber auch Wert auf eine Unterkunft mit möglichst wenig Verschwendungswut - unglaublich, dass die meisten Hotels z.B. jeden Tag überall neue Handtücher hinhängen! Ebenso furchtbar sind diese ganzen eingepackten Seifchen, Duschgelpäckchen usw....
Was die lokalere Lebensmittelversorgung angeht, werd ich demnächst tatsächlich einige Veränderungen vornehmen. Leidlicherweise kann man dann nicht mehr alles bei Aldi kaufen, was bei einem ziemlich minimalen Lebensunterhalt wirklich schwer ist - aber bald ist das Studium zum Glück beendet, und sogar mit Hartz4 würde sich meine finanzielle Situation dann deutlich bessern (so dämlich das klingt, es ist wirklich so).


Wie groß ist euer Fußabdruck, und woran meint ihr liegt das hauptsächlich? Seht ihr bei euch noch Einsparpotentiale?

Platz da! Woche 3: Schlafzimmer

Aloha,

für Wölfins Space-Clearing-Challenge werde ich diese Woche das Schlafzimmer entrümpeln. Vermutlich haben wir ein recht durchschnittliches Schlafzimmer: Kleiderschrank, kleine Schubladenschränke als Nachttische und ein paar Kisten unterm Bett. Da ist bei uns Werkzeug drin und diverse selten genutzten Klamotten bzw. Schuhe von Freund. Meine Klamotten beschränken sich auf nur 1 m Schrank, worauf ich recht stolz bin, andererseits muss man da schon arg aufpassen, dass man keine unnützen Teile ansammelt.

Was im Schrank vorgeht sieht man zwar nicht, wenn die Türen zu sind, aber ein zu voller Schrank erschlägt einen schon am Morgen, wenn man sich etwas herauspicken will, sich aber nicht entscheiden kann, oder wenn alles zerknüllt ist, weil zu wenig Platz ist... Selbst wenn es nicht die offensichtlichste Krempelansammlung ist, ein aufgeräumter und übersichtlicher Schrank ist gleich eine merkliche Erleichterung!

Tipps fürs Entrümpeln vom Kleiderschrank
 
  • Kriterien zum Behalten eines Kleidungsstücks:
Passt das Kleidungsstück noch wirklich gut? Fühl ich mich wohl da drin? Hab ich es im letzten Jahr getragen?
Auch wenn ein Kleidungsstück teuer war oder eigentlich so schön aussieht - wenn es unbequem ist, macht es nicht glücklich, und darauf warten, dass es irgendwann passt, frustriert.
Oft hat man auch viel zu viel Kleidung, so dass man sowieso nur die Lieblingsstücke trägt. Dann können auch Dinge aussortiert werden, die eigentlich passen und gut aussehen. Ist doch viel schöner, wenn man den Schrank aufmacht und alles ordentlich und gut erreichbar drin liegt, als wenn man ewig wühlt um etwas zu finden, oder?
  
  • Mehr Ordnung und Übersichtlichkeit:
Sommer- und Winterkleidung trennen: Wer einen großen Schrank hat, kann innerhalb des Schranks trennen, wer nur einen kleinen Schrank hat, kann überlegen ob z.B. dicke Pullis und Jacken während der Sommermonate beispielsweise in einem Umzugskarton oder einer Reisetasche unter dem Bett oder im Keller gelagert werden können und umgekehrt kurze Hosen oder Sommerkleider während der kalten Monate aus dem Schrank verschwinden. So ist schonmal deutlich mehr Platz und Übersicht!

Ordentliche Bügel: Je mehr Kleidungsstücke hängen, desto übersichtlicher wird der Schrank. Allerdings sollte man noch gut "blättern" können, d.h. zwischen den hängenden Sachen muss ausreichend Platz vorhanden sein und es sollte auch nur ein Stück pro Bügel aufgehangen werden (nicht 5 Hemden übereinander). Nervig und chaotisch wird es aber auch, wenn man zig verschiedene Bügelarten benutzt (dann hängt alles in verschiedenen Höhen) oder billige Bügel hat, die beim Aufhängen eines schweren Kleidungsstücks gern mal kaputtbrechen. Daher lohnt sich vielleicht der Kauf eines Satzes von neuen, stabilen Bügeln: kostet nur ein paar Euro und der Schrank wirkt gleich viel aufgeräumter!


...meine gut erhaltenen Klamotten habe ich bislang, bis auf einzelne Ausnahmen die gut bei Ebay gingen, in einer Reisetasche zu Oxfam gebracht. Oxfam habe ich bereits hier mal beschrieben. Leider gibt es bei uns keine wirklichen anderen Optionen in der Nähe, denn unsere Textilsammlungen sind gewerblich und der einzige Secondhandshop, den ich kenne, nimmt nur sehr merkwürdige Kleidung aus der aktuellen Saison und mindestens 2 Konfektionsgrößen größer als ich...

Neben dem Kleiderschrank (den ich sowieso durch Umstellung von Winter- auf Sommersachen und umgekehrt zweimal im Jahr flüchtig durchgehe) werd ich mir auch den zugerümpelten Nachttisch vorknöpfen - da strandet immer alles mögliche, wenn ich eine Schublade öffne hab ich da Bücher, Handcreme, ein angefangenes Strickteil, eine Haarspange, Netzteile, Bankdaten, einen Block, Tabletten usw. drin...
Außerdem werd ich mal unterm Bett schauen, ob sich beim Werkzeug was dezimieren oder zumindest besser organisieren lässt, und ganz generell da mal putzen und ein paar Schrauben nachdrehen.

Ich bin gespannt, was die anderen Challengeteilnehmer diesmal entrümpeln!

Freitag, 17. Januar 2014

Platz da! Woche 2: Ergebnis Küche

Aloha,

poah, während ich letzte Woche ja beim der Entrümpelung meines Wohnzimmers eher wenig aussortiert und hauptsächlich usmtrukturiert habe, flog diesmal doch ziemlich viel weg bzw. in die Kiste "Krempel für Bekannte (bzw. deren Keller)"!

Das erste was diese Woche das Zeitliche segnen durfte waren grüne Plastiklöffel eines schwedischen Möbelhauses. Während meines zweiten Frühstücks las ich grade in einem interessanten Buch mit dem Thema "Leben ohne Plastik" (Rezension kommt noch, ist wirklich lesenswert). Eigentlich weiß ich schon seit Jahren (dank Dokus, Diskussionsrunden, Büchern und einem Seminar in der Uni), dass die meisten Kunststoffe Schadstoffe absondern, vor allem unter Hitzeeinwirkung. Und, dass beispielsweise der enthaltene Weichmacher auch in Lebensmittel übergeht und hormonell wirken kann, also unter anderem dazu führt dass die Spermienzahl bei menschlichen Männchen in den letzten Jahrzehnten extrem zurückgegangen ist. Zwar hab ich, soweit direkt verfügbar, immer eher Alternativen zu stark verpackten Dingen gekauft und kriege jedesmal eine Krise, wenn mir jemand automatisch meine Einkäufe in Plastiktüten steckt (nach Hinweis, dass ich keine brauche dann meistens aus Automatismus trotzdem). Aber das war bislang immer eher um nicht unnötig Ressourcen zu verbrauchen und nicht wegen dem Plastik an sich. Hab ja auch keine Spermien, die sterben könnten. Trotzdem kam mir in dem Moment dann doch mal die Idee, zumindest Plastik in Kombination mit heißen Dingen doch demnächst vielleicht eher zu vermeiden - während ich so gedankenverloren mit einem Plastiklöffel in meinem heißen Tee herumrührte, um die Ingwerstückchen herauszufischen.
Der Löffel flog also erstmal aus dem Tee und in die Spüle. Abends bat ich Freund dann darum, bitte wenn er Tee macht drauf zu achten, für mich dann keinen Plastiklöffel reinzustecken. Woraufhin Freund spontan meinte, dann könnten wir doch eigentlich die Löffel auch alle wegwerfen. Und die Mehrweg-Plastiktrinkbecher vom Straßenfest gleich dazu (die in unserer Stadt nahezu jeder Studentenhaushalt in großen Mengen im Schrank stehen hat). Da fiel mir ein, dass mein früherer Mitbewohner die mal näher inspiziert hatte und meinte, mal wärs ok, aber auf Dauer würde er die nicht nutzen wollen. Das macht vor allem aus dem Grund stutzig, dass er Kunststofftechnik studiert hat...

Jedenfalls kam diese mehr oder weniger plötzliche Erkenntnis jetzt sehr passend mit dem Entrümpeln der Küche zusammen, und so hab ich bis auf Schneidebretter, weil wir sonst keine mehr haben, drei Brotdosen von Tupper, das ja doch den besten Ruf genießt, die Backschüssel und Freunds geliebte grüne Pistazienhülsenauffangschüssel alles an Geschirr und Besteck aus Plastik mal direkt rausgeworfen. Damit sahen dann auch unser Schrank für Schüsseln und Dosen und meine Backutensilien gleich viel übersichtlicher aus:
Schränke, die zu hoch für mich sind, werden schnell chaotisch... Ohne die ganzen Plastikdosen gehts aber!

Bei meinen Backutensilien flogen z.B. die Silikonbackförmchen und viel unnütze Verpackung raus.

Bei vielen Sachen hab ich auch einfach unnötige Verpackung entfernt. Die fliegt ja irgendwann sowieso weg, also warum soll ich sie bis dahin noch lagern? Nimmt nur zusätzlichen Platz weg und wirkt chaotisch.

Außerdem habe ich etwas Struktur in den Vorratsschränken geschaffen, unter anderem habe ich das sperrige Grillgitter für die Mikrowelle, dass man nur alle Jubeljahre mal braucht, genutzt um eine zweite Etage für Teekartons zu erzeugen. Ein paar un- oder selten genutzte Sachen wie ein Donutmaker, ne Etagere für Muffins, eine Vase, etliche Plätzchenausstecher, eine unnütze Kuchenform etc. wurden ausrangiert, außerdem habe ich nur noch eines der Kochbücher behalten (lustigerweise genau das einzige, das ich mir mal selbst gekauft habe über vegetarisches indisches Essen - das nutze ich auch für vieles, alle anderen Bücher bekam ich geschenkt und da haben wir wenns hochkommt mal ein Gericht draus ausprobiert).

Pesto, Saucen und Suppendosen gehörten eigentlich eh woanders hin...
Freunds heilige, sperrige, vergilbte Brotschneidemaschine wurde wieder von auf dem Küchenschrank nach ganz hinten in den Vorratsschrank verbannt - da stand sie ursprünglich schon, allerdings hat er vor Monaten mal ein Brot damit geschnitten und dann darauf bestanden, dass sie als ultimatives tägliches Hilfsmittel jetzt wieder draußen stehen soll. Da ist sie dann eingestaubt und weiter vergilbt, während wir unser Brot aus Faulheit mit dem Messer geschnitten haben, weil das viel schneller ging als das Ding vom Schrank zu holen, anzuschließen und hinterher zu entkrümeln. Also kann sie ja jetzt wohl langsam wieder unauffällig im Schrank verschwinden.

Unter der Spüle hab ich die wild herumfliegenden Putzsachen geordnet: aus 3 Schwammpaketen in denen nur noch je einer drin war hab ich ein Paket gemacht, originalverpackte Putzlappen einer Sorte, die ich nie verwende, flogen raus usw.. Putzmittel kommen jetzt zum Putzeimer in die Kammer, und da sowieso nur ich hier putze, wird in Zukunft auch nicht mehr so unsinniger Kram wie Duschkabinenreiniger, Ceranfeldreiniger, WC-Powerreiniger, Bodenreiniger etc. gekauft, sondern nur noch mein Glasrein und Essigreiniger! Erst wenn Freund relevante Anteile der Hausarbeit übernimmt erhält er wieder Mitbestimmungsrecht, was aufzuhebende Lappen oder einzukaufende Putzmittel angeht! Jetzt jedenfalls ist unter der Spüle genug Platz, um Freunds Mineralwasser dort zu deponieren, damit es nicht mehr doof in der Ecke herumsteht.

Insgesamt flogen diesmal eine Tüte und ein Karton für Freunds Verwandtschaft und eine Tüte für den Müll raus. Lebensmittel hab ich nicht weggeschmissen, dafür essen wir jetzt eine Woche lang jeden Tag Pudding, damit die Puddingpulvertüten, die meine Muddi öfter mal schickt, endlich alle werden... ^^ Außerdem hab ich die beruhigende Gewissheit, noch 4 kg Nudeln und dafür ausreichende Mengen an Pestos und Saucen in Reserve zu haben...


Wölfin hat ihre Küche auch schon fertig, schaut hier. Dort werden auch wieder die anderen Teilnehmer der Challenge verlinkt.

Nächste Woche ist bei mir das Schalfzimmer dran, also der Kleiderschrank, das ganze Zeug unterm Bett und mein zugemüllter Nachttisch. Wird Zeit!

Montag, 13. Januar 2014

Platz da! Woche 2: Küche

Moin ihr lieben,

heute gehts los mit meiner nächsten Entrümpelungsaktion für Wölfins Space-Clearing-Challenge

Diese Woche ist die Küche dran, was bei uns gut passt, da sie direkt mit dem letzte Woche entrümpelten Wohnzimmer zusammenhängt und gnadenlos chaotisch ist. Weil wir relativ sukzessive die Schränke eingeräumt haben, gibt es zwei weit voneinander entfernte Vorratsschrankfächer, bei denen es zur Zeit noch keine intuitive Logik gibt, was man in welchem Schrank finden könnte. Außerdem fliegt der Tee durcheinander, die einzige vorhandene Schublade ist überfüllt und die beiden Schrankfächer für meine Backzutaten und für so Krams wie Schüsseln, Auflaufformen etc. sind unglaublich chaotisch (vor allem, weil sie irgendwie ein bisschen zu hoch sind und ich deswegen schlecht dran komme). Da muss ich mir echt was überlegen...

Bevor ich umstrukturiere muss aber erstmal vieles weg! Glücklicherweise nehmen Freunds Eltern gern ausrangierte Haushaltsartikel an. Die lagern sie, sofern sie die Dinge nicht selbst benutzen, bei sich im Keller und sobald irgendwer umzieht oder heiratet wird sich daraus bedient (was in polnischen Familien irgendwie recht oft vorzukommen scheint). Weggeschmissen wird da nix, alles kann man irgendwo noch nutzen (zumal dort auch tatsächlich verwertet wird und das nicht nur eine Ausrede fürs Horten ist!).


Heute also für alle, die (jetzt oder später) mitentrümpeln möchten:

Tipps fürs Entrümpeln in der Küche

  • generell für Schränke und Schubladen:
Auch hier nochmal meine Vorgehensweise: erst alles komplett herausnehmen, dann Schrankfach bzw. Schublade gut aussaugen & auswischen. Dann von allem was draußen liegt nur noch die Dinge wieder einräumen, die man wirklich benutzt, den Rest in die 3 Kisten stecken.

  • Checkliste für jedes Teil, das man in der Hand hat:
- Wann habe ich diesen Gegenstand das letzte mal genutzt?
- Ist der Gegenstand doppelt oder kann man ihn durch etwas anderes ersetzen? (Beispiel: diverse verschiedene Kuchenformen, Unmengen an Geschirr, der Wok, der einmal im Jahr benutzt wird, dafür aber unglaublich viel Platz wegnimmt - kann man stattdessen auch eine Pfanne nehmen?)
- Erspart das Gerät tatsächlich Arbeit? (Beispiel: große elektronische Zitruspresse, die jedesmal mühsam auseinandergebaut und gereinigt werden muss im Vergleich zu der einfachen Handpresse)
- Gefällt es mir? (Beispiel Geschirr, das man geschenkt bekam)

  • Geschirrmassen eindämmen:
Die meisten Haushalte haben unglaubliche Mengen an Geschirr. Zunächst benötigt man ja generell mehr, wenn man einen Geschirrspüler hat, da man dort erstmal "sammelt", bevor ein Spülgang stattfindet. Oft gibt es aber auch noch das gute Extrageschirr, das man irgendwo geerbt hat und nur zu ganz besonderen Anlässen rausholt, oder eine geliebte Müslischüssel, die nur im Schrank steht, weil man Angst hat dass sie kaputt geht, oder Geschirr das man irgendwie nie nutzt, da es nicht in die Spülmaschine darf... Benötigt man denn tatsächlich das verschnörkelte 12-Personen Teeservice, oder reicht nicht für die seltenen Gelegenheiten auch ein simples, alltagstaugliches weißes Geschirr und dafür liebevolle Tischdeko und ein verzierter Kuchen? Hat man nicht mehr davon, wenn man die Müslischüssel benutzt, als wenn sie nur im Schrank steht? Evtl. ergeben sich ja auch andere Nutzmöglichkeiten wie als Bonbon- oder Schlüsselschale.

  •  Optisches Verrümpeln vermeiden:
Es gibt zwei Orte, die man in Küchen möglichst frei lassen sollte: die Arbeitsfläche und die Oberseite von Schränken. Die Arbeitsfläche, die ja eigentlich als freie Fläche zum Arbeiten gedacht war, wird zugeparkt von Zeug wie Brotkästen, Toaster, Wasserkocher, Radio, Mikrowelle, Brotschneidemaschine, Kaffeemaschine, Spülmittel, Mixer usw., dazu kommt oft noch alles, was man oft so in der Hand hat: Müslipackungen, Tabletten, Zettel und Stifte, Knabberkram... Auf die Schränke wird dagegen alles verbannt, was groß und sperrig ist. An dem ekligen klebrigen Film, der sich irgendwann drauf bildet, bemerkt man schließlich, wie wenig man die Sachen eigentlich benutzt (und wie fettig man kocht ;) ).

Damit die Küche optisch leerer und ordentlicher aussieht, sollte man das Gerümpel auf den Schränken entfernen und alles, was man nicht wirklich oft braucht, von der Arbeitsfläche verbannen. Wenn man nur selten ein Toast macht oder nur einmal die Woche Brot schneidet, können z.B. Toaster und Brotschneidemaschine auch in einem (inzwischen dank Entrümpelung hoffentlich freien) Küchenschrank untergebracht werden. Kleine Sachen wie Spüli, Radio etc. kann man auf Regalen oder gruppiert in Körbchen unterbringen. Für Mikrowellen gibt es beispielsweise Winkel, mit denen man sie an der Wand unterbringen und z.B. unter einen Schrank hängen kann, um die Fläche darunter nutzen zu können. Kleinkram wie Stifte usw. kann man in eine Krutschelschublade werfen, also eien Schublade nur für solche kleinen Dinge, die man aber ständig braucht (also nicht zusammenwerfen mit den Plätzchenausstechern!).


So, ich mach mir demnächst ja mein Mittagessen und fange derweilen schonmal an (wenn man eh neben dem Kochtopf herumsteht, kann man auch nen Schrank ausräumen...). Bin gespannt, was ihr oder die anderen Teilnehmer von wölfins Challenge diese Woche so entrümpelt!

Freitag, 10. Januar 2014

Platz da! Woche 1: Ergebnis Wohnzimmer

Aloha,

so, die erste Woche von wölfins Space-Clearing-Challenge ist bald rum und ich bin mit dem Wohnzimmer schon fertig (eigentlich wollt ich da noch ne Dachschräge über dem Esstisch streichen, mir fällt aber keine gute Farbe ein, die zum vorhandenen Gelb + Grün passt...).

Als erstes hab ich die Kerzenkiste durchgeschaut und einige Kerzen herausgenommen und auf den Nachttisch und ins Bad gestellt - das rümpelt zwar theoretisch diese Räume zu, andererseits denk ich nun endlich mal dran, die Kerzen auch mal aufzubrauchen! Außerdem hab ich Teelichter aussortiert, denn irgendwann hab ich mal einen Sack voll geschenkt bekommen, wo welche dabei waren, die nur minimal glimmen, weil der Docht schneller weggebrutzelt ist als das Wachs. Das ärgert enorm, wenn man grad welche aus der Kiste gepickt, angezündet und sich gemütlich hingeflätzt hat und dann das dämliche Teelicht nach 5 Minuten einfach ausgeht! Also hab ich einfach mal alle Teelichter angezündet und ein paar Minuten brennen lassen, um aussortieren zu können...

...und alle die net ordentlich funzen fliegen endlich weg!

Dann bin ich unseren Spieleschrank angegangen... Wir haben recht viele Gesellschaftsspiele, und meistens zieht man die grad einfach irgendwo raus und stopft sie nach dem Spielen wieder rein... Doof ist, dass bei dieser "Organisationsmethode" öfter man ein Spiel hinters Regal fällt und viele Spiele immer hinter den anderen liegen und vergessen werden. Außerdem passten nicht alle Spiele in das Fach, sondern drei lagen noch in einem anderen Regal herum. Glücklicherweise hatten wir in einer Schublade dieses Schränkchens nur Partyzubehör (Pappbecher und -teller, Girlanden und Luftschlangen), also Zeug, was man nur alle Jubeljahre mal braucht. Das hab ich in einen Karton gepackt und in die Kammer gestellt, die ganzen kleinen Spiele ordentlich in die Schublade gepackt und die anderweitig untergebrachten Spiele dazugeholt. Und so siehts nun aus:

Nun hat die Schublade mal einen sinnvollen Nutzen!
 
Die letzte Aktion war etwas, das mich schon seit einiger Zeit genervt hat: Ich hab zwei Regale im Wohnzimmer, ein schönes, altes Holzregal von meinen Eltern und mein Billy-Bücherregal. Nur leider war das von meinen Eltern nie so richtig eingerichtet, weil wir dafür einfach nicht genug passenden Krempel haben. Es sah deswegen eher nach nem Ablage-Regal aus.
Testweise hab ich die Bücher alle dort rein gestellt, die Kisten mit Blumendünger, Medikamenten und ähnlichem in die Kammer ausgelagert... und siehe da, passt! Das frei gewordene Billy-Regal konnte ich dann in die Kammer schieben (dank schneller Hilfe von Freund, der kurz nach Feierabend nochmal schnell ein paar Sachen in der Kammer woanders hin gedübelt hat) . Damit hab ich dort auch gleich aufgeräumt und ein wenig entrümpelt und nun ist alles, was vorher wild rumflog, ordentlich im alten Bücherregal verstaut. Das hat im Wohnzimmer Platz gemacht für mein Topfgebüsch, das vormals etwas eingeklemmt war. Leider hab ich verplant, vorher Fotos zu machen, daher ist das Vorher-Bild jetzt schon einige Monate alt, vom Prinzip hat sich aber nix geändert (außer, dass das Gebüsch gewachsen ist):

Vorher...
...und nachher. Plus Regal für die Kammer.

Diesmal hab ich eher umstrukturiert und nicht so viel entümpelt (nur eine Mülltüte inklusive etwas Zeug aus der Kammer), da wir die Spiele eigentlich alle benutzen, ich die Bücher erst vor nem Monat entrümpelt habe und sonst außer etwas Dekozeug nicht viel war im Wohnzimmer. Nächste Woche kommt ja die Küche dran, ich glaube, da fliegt dann schon mehr weg...

So, jetzt tu ich noch schnell den Haufen Papierkram der sich angefunden hat auf den Abheften-Stapel neben dem Schreibtisch, werf die mit Wachs bebröselte Tischdecke in die Wäsche und dann is fertig!

...Wölfin hat ihr Wohnzimmer übrigens auch schon fertig und hier gebloggt. Dort findet ihr auch Links zu anderen Challengeteilnehmern.

Dienstag, 7. Januar 2014

Platz da! Woche 1: Wohnzimmer

Aloha,

Endlich gehts mal wieder los mit dem Entrümpeln! Freund und ich sind vor 8 Monaten hier eingezogen, meine letzte Entrümplung war irgendwann im Sommer letzten Jahres, also wirds dringend wieder Zeit...

Bei wölfins Space-Clearing-Challenge geht es diese Woche mit dem Wohnzimmer los. Da drin steht bei Freund und mir vor allem das Bücherregal, diverser Dekokram, der Kerzen-Vorrat... und vor allem, da da auch die Essecke drin steht, der übliche "random herumliegende Krempel" - Zeug aus der Post wie Briefe, Vereins- oder Krankenkassenzeitschriften, eingekaufter Kram den man nicht gleich wegpackt, Stifte usw. usf...


Anbei meine
Tipps fürs Entrümpeln im Wohnzimmer

  • generell: Regale, Schränke und Schubladen entrümpeln und reinigen
Ich gehe immer so vor, dass ich z.B. eine Schublade komplett ausräume und auswische. Alles, was ich wirklich noch benutze, wird dann ordentlich wieder hineingelegt, alles andere kommt in die Kisten 1 bis 3 (siehe Was brauch ich?). Dadurch hat man wirklich jeden Gegenstand in der Hand und übersieht kein hartnäckiges Gerümpel, das sich in einer Ecke versteckt. Auch die Verlockung, etwas noch zu behalten, weil es ja grad schon in der Schublade liegt und man es dann nicht mehr herausnehmen muss, wird dadurch wirksam bekämpft!

Wichtig ist hierbei: nicht nach einem Grund suchen, etwas zu entrümpeln! Vielmehr sollte man sofort einen Grund wissen, warum man den Gegenstand denn unbedingt noch aufheben sollte. Hat man diesen Grund nicht, ist das Objekt meist unnötig oder kann von etwas anderem ersetzt werden.

  • Bücher, DVDs...
Argh, gleich der erste Schwachpunkt! Wem es genauso geht wie mir früher, dass er einfach keine Bücher weggeben kann, obwohl das Regal überquillt: Mir fiel irgendwann auf, dass es noch so viele weitere tolle Bücherwelten gibt, in die ich eintauchen möchte, dass mir bei den meisten Büchern die ich besitze die Zeit zu schade wäre um sie ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Natürlich habe ich eingie absolute Lieblingsbücher, die ich auch weiterhin im Regal stehen habe - aber der Großteil der Bücher war es mir einfach nicht wert, für ein erneutes Lesen auf das Kennenlernen eines neuen Buches zu verzichten. Analoges gilt für die meisten Serien bzw. Filme auf DVD.

Wie ich in meinen Tipps wohin mit dem Krempel schon vorgeschlagen habe, eignet sich bei Büchern und DVDs der Verkauf über Momox/Rebuy/Amazon, ein Bücherschrank (hier gibt es eine Liste, ich hab da auch schon DVDs und PC-Spiele reingetan) oder speziell für Bücher bookcrossing. Damit schafft man es, wirklich jedes Buch und jede DVD irgendwo unter zu bekommen - statt sinnlos im Schrank zu stehen, werden sie wieder gelesen bzw. angeschaut. Bei bookcrossing könnt ihr sogar nachverfolgen, von wem und wo!

  • Dekozeug
Klar, hübsch dekoriert sieht so ein Wohnzimmer viel schöner aus. Problematisch ist nur, dass man sich die Sachen irgendwann mal übersieht oder sie von der Jahreszeit her einfach nicht passen. Meine Taktik ist folgende:
  1. Hässliche oder kaputte Dinge sofort entfernen!
  2. Bei sehr speziellen Dingen (besonders bei Festtagsdeko) abwägen: Brauch ich für diesen einen Tag im Jahr extra Deko? Wie viel davon brauch ich (grad bei Weihnachtsdeko ein kritischer Punkt)?
  3. Lieber nur Deko behalten, die vielseitig verwendbar ist: Was kann man für mehrere Anlässe verwenden, wie z.B. generelle Winterdeko statt dem Weihnachtsmannteelicht? Welche Teelichthalter lassen sich gut mit z.B. einem Herbstlaubstrauß, aber auch mit einer Osterglocke kombinieren?
Dekozeug hat einzig und allein die Funktion, schön auszusehen und uns damit zu erfreuen. Tut es das nicht, sollte es entrümpelt werden! Wenn Deko so lange an der gleichen Stelle steht, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen, sollte mal umdekoriert werden.

  • Fotos
Obwohl die meisten ja inzwischen auf Digitalfotografie umgestiegen sind, findet sich bei fast jedem doch noch irgendwo eine Kiste mit Papierabzügen. Entrümpelt werden sollte allerdings auch mal der Fotoordner auf dem PC - grade durch die Digitalfotografie knipst man nämlich alles und jeden und doppelt und dreifach! Und bei Ordnern von 2.000 Fotos pro einwöchigem Urlaub schaut sich das kaum nochmal jemand an, was wirklich schade ist. Also: lieber Fotos entrümpeln und dafür schlanke, aber sehenswerte Ordner/Alben haben!

Wieviel weggeworfen oder gelöscht werden kann, hängt sicherlich stark vom individuellen Fotografier- und Sammelverhalten ab, daher gebe ich grad einfach mal an, nach welchen Kriterien ich weggeworfen bzw. gelöscht habe:
- alle unscharfen oder schlecht belichteten Bilder löschen/wegwerfen
- bei mehreren Bildern von einem Motiv alle bis auf das beste löschen/wegwerfen
- bei Bildern von Veranstaltungen etc. nur wirklich schöne oder lustige Bilder und wichtige Momente aufheben (bestes Beispiel hierfür sind Hochzeitsfotoordner, wo auf gefühlt 80% der Bilder die meisten Gäste mit dem Rücken zur Kamera stehen, grade etwas kauen oder sonstwie unspektakulär abgelichtet sind)
- bei Urlaubsfotos analog! Ein gutes Kriterium ist immer: Wenn ich dieses Bild jemandem zeigen würde, könnte ich etwas interessantes dazu erzählen bzw. ist das Bild ansich spannend? Oder schläft mir der Zuschauer ein, wenn ich 200 Bilder von Blumen im Schlossgarten von Versailles bzw. 2 Stunden lang Fotos von kaputtgebrochenen ägyptischen Statuen zeige, bei denen ich mich selbst kaum dran erinnere was sie darstellten?

Papierabzüge kann man einscannen (lassen) und dann ebenfalls auf dem Computer verwalten, um die sperrigen Flipalben, die riesigen Papierumschläge und dieses ganze Zeug entrümpeln zu können und endlich wieder Platz im Schrank zu haben!

  • random herumliegender Krempel
Vor allem am Ende des Entrümpelns fällt all das auf, was noch keinen Platz bekommen hat oder was vielleicht noch nie einen Platz hatte. Random herumliegender Krempel hat den Nachteil, dass er maßgeblich dazu beiträgt, dass ein Raum unordentlich aussieht, außerdem ist er meist Ausgangspunkt des Chaos. Glücklicherweise kann man ihn aber mit verhältnismäßig wenig Aufwand schnell eindämmen!

Bei uns sind das meist Briefe, Stifte, diese kostenlosen Zeitschriften von der Krankenkasse/dem Arbeitgeber/irgendwelchen Vereinen etc., Kassenbons, Notizzettel... Rund die Hälfte davon kann man eigentlich direkt wegwerfen. Auch die Zeitschriften können, wenn sie eine Woche herumliegen und noch nicht gelesen wurden, eigentlich in den Müll - interessanter oder aktueller werden sie durchs herumliegen nicht, und wenn man bislang keine Zeit dafür hatte, dann werden sie auch weiterhin ungelesen bleiben, bis man die nächste Ausgabe (ebenfalls ungelesen) oben drauf legt. Briefe sortiere ich nach Müll (man muss ja nun wirklich nicht jede Benachrichtigung über irgendwas aufheben) oder Ablage, d.h. wichtige Briefe kommen zunächst in ein Fach im Schreibtisch, von wo sie dann regelmäßig in einen dicken Ordner abgeheftet werden.
Für Stifte und sonstigen Kram, den man ja ohnehin alle paar Tage wieder braucht und herumliegen hat, empfiehlt sich eine "Krutschelschublade" - also eine Schublade oder Dose, wo soetwas einfach mal ohne Ordnung hineingeworfen werden darf. Die Schublade allerdings sollte natülich auch ab und an mal durchgesehen werden (nicht, dass sich da noch ein kleines flauschiges Viech zwischen Gummibändern, Samentütchen und fast leeren Tesarollen einnistet!).


Platz da! Teil 3: Wohin mit dem Zeug?

Viele scheuen sich davor, Dinge zu entrümpeln, weil sie denken dass es schade ist, den Gegenstand wegzuwerfen - hat ja mal Geld und Ressourcen gekostet. Völlig richtig! Aber durchs Herumliegen und Platzwegnehmen des Gegenstandes bekommt man das Geld auch nicht wieder und der Baum aus dem das Buch mal hergestellt wurde wird auch nicht wieder ungefällt. Man kann aber versuchen, für möglichst viele Dinge einen Abnehmer zu finden. So bekommt der Gegenstand wieder einen Nutzen und man verdient vielleicht sogar noch ein bisschen Geld.

Leicht gesagt, wenn man grade einen gigantischen Karton der Kategorie 2 (weitergeben) stehen hat, wer nimmt das Zeug denn jetzt?

Da ich schon ziemlich viel Krempel verteilt habe und immer versuche, so wenig wie möglich wegzuwerfen, hier meine bisherigen Ideen, wohin man was loswerden könnte. Falls ihr weitere Ideen habt, freue ich mich wahnsinnig über eure Kommentare!


Verschenken:
  • im Bekanntenkreis:
Für unglaublich viele Dinge findet sich direkt in der Nähe schon jemand, der etwas damit anfangen kann. Einfach mal überlegen - Küchenzubehör? Irgendjemand zieht doch bestimmt gerade oder bald aus und kann Teller gebrauchen! Diverser Kleinkram wie Trillerpfeifen, Magneten oder sonstwas? Darüber freut sich jeder, der kleine Preise für einen Kindergeburtstag braucht, oder Leute die Geocaching machen!

  • als Event:
Was wir im Wohnheim zu Weihnachten gemacht haben und was ein riesen Gaudi wurde: Schrottwichteln! Jeder packt 1 bis 5 Dinge ein, die er nicht mehr braucht, diese werden alle in der Mitte des Tisches gestapelt. Nun geht ein Würfel reihum, wer eine 6 wirft, nimmt sich ein Päckchen, so lange, bis alle weg sind. Dann stellt man eine Eieruhr (bewährt haben sich 20 Minuten) und würfelt weiter. Wann immer jetzt jemand eine 6 würfelt, darf er sich von jemand anderem ein Päckchen stibitzen. Wenn die Zeit um ist, darf man wenn man will noch verpacktes tauschen, ansonsten wird ausgepackt (danach kann selbstverständlich auch noch getauscht werden). Bei unserem Schrottwichteln hat doch fast jeder Gegenstand irgendwie noch für einen Lacher gesorgt oder es fand sich jemand, der es tatsächlich noch gebrauchen konnte! :)

  • an Fremde:
Über Homepages wie freecycle.org kann man so ziemlich alles verschenken an Menschen, die die Sachen dringend benötigen oder noch etwas sinnvolles damit machen können. Ein ähnliches Prinzip haben auch zahlreiche Facebookgruppen für einzelne Städte oder Regionen. Dadurch kann man lustige Leute kennenlernen, und wer weiß, vielleicht benötigt man ja selbst mal irgendwas, das man auf der Seite kostenlos bekommen kann.
Für Kleidung gibt es kleiderkreisel.de, wo man abgesehen vom verschenken auch Kleidung tauschen oder verkaufen kann. Für Bücher gibt es z.B. bookcrossing (wo man ein Buch "loslässt" und seien Reise und seien Leser nachverfolgen kann) und in vielen Regionen auch sogenannte Bücherschränke (hier gibt es eine Liste), eine Art öffentliche Biobliothek auf der Straße.


Verkaufen:
  • Onlineankauf:
Bücher, DVDs, CDs, Videospiele und Elektronik lassen sich sehr bequem direkt und auf einen Schlag online verkaufen, beispielsweise bei momox.de oder rebuy.de. Man muss nur den IBAN-Code eingeben (die Nummer die bei jedem Produkt am Strichcode steht) und schon wird einem gesagt, was man für den Gegenstand noch bekommt. Mit einem Klick fliegt es in den "Verkaufskorb". Zum Schluss tut man dann alles in ein Paket, druckt einen kostenlosen Versandaufkleber aus, klebt ihn drauf und bringt es zur Post, Hermes oder lässt es abholen. In der Regel hat man das Geld nach spätestens 1 bis 2 Wochen.
Momox und Rebuy machen manchmal unterschiedlich gute Angebote, es lohnt sich daher, beide Seiten parallel zu besuchen, zwei Pakete bereit zu stellen und bei beiden gleichzeitig die Preise zu ermitteln. Amazon.de besitzt mittlerweile auch eine Eintauschmöglichkeit, um diverse Produkte einzuschicken, allerdings erhält man dort nur Einkaufsgutscheine und kein Geld.

  • Onlineverkauf:
Wer mehr Zeit und Nerven mitbringt, kann oft etwas mehr Geld verdienen, indem er die Gegenstände einzeln direkt an Privatpersonen verkauft. So können die Dinge, die Momox und Rebuy ankaufen, auch selbst bei Amazon als gebraucht verkauft werden. Manchmal lassen sich dadurch deutlich höhere Preise erzielen. Der Nachteil ist, dass man die zu verkaufenden Sachen zunächst selbst lagern muss, bis sich ein Käufer findet, und dass alles einzeln versendet werden muss.
So ziemlich jeden Gegenstand vom angebrannten Toast bis zum Ferienhäuschen kann man auch auf Ebay versteigern. Das hat den Vorteil, dass man für vieles noch am meisten Geld bekommt und alle Sachen zeitnah etwa zwei Wochen nach dem Einstellen los wird. Nachteil ist der hohe Zeitaufwand, da man am besten jeden Gegenstand gut fotografieren und beschreiben sollte, einzelne Auktionen eingestellt werden müssen und der Geldeingang vor dem Versenden überprüft werden muss. Das Einstellen der Auktionen ist allerdings sehr einfach, und man entwickelt schnell eine gewisse Automatik. Ich mache es meist so, dass ich nach dem Einstellen schon alles verpacke, Post-Its draufklebe was in welchem Karton ist und dann nach Auktionsende nur noch die Adressen draufkleben muss. Da man meist schübeweise die Pakete zur Post bringt, hält sich der Versandaufwand eher in Grenzen als beim Verkaufen über z.B. Amazon.

  • Trödelmarkt:
Die klassische Art, Krempel loszuwerden! Vorteile des Trödelmarktes ist ganz klar der Spaß, denn hier kommt man in Kontakt mit dem Käufer und kann über den Preis verhandeln. Besonders lustig wird es, wenn man den Trödelmarkttag mit Freunden zusammen bestreitet (an gute Verpflegung und an kalten Tagen an ausreichend Glühwein denken!). Nachteil ist, dass man sehr früh aufstehen sollte, dass man leicht in Versuchung gerät, das eingenommene Geld vor Ort direkt wieder auszugeben und dass ein fahrbarer Untersatz deutlich von Vorteil wäre (was allerdings niemanden ohne Auto davon abhalten sollte trotzdem zum Trödelmarkt zu gehen - ich habe mir mit einer Freundin mal einen Platz ohne Stand, also nur mit Decke am Boden geteilt und wir haben unsere Sachen einfach in einer völlig überladenen Einkaufskarre bzw. in einer Reisetasche auf einem Skateboard herangeschafft).
Wann und wo der nächste Trödelmarkt in der Gegend stattfindet, erfährt man meist durch eine kurze Internetrecherche. Es ist aber ratsam, den Markt zunächst einmal so zu besuchen, um zu sehen, ob die dort angebotenen Waren ungefähr dem entsprechen, was man selbst verkaufen will. Nicht, dass man nachher mit seinen alten Babyklamotten inmitten von Kriegsmemorabila und Antiquitäten herumsteht...

  • Second Hand:
In einigen Städten gibt es viele Secondhand-Läden, die Kleidung in Kommission nehmen, vorrangig aber Damen- oder Kinderbekleidung. Meist funktioniert das so, dass man direkt gesagt bekommt, welchen Preis für welches Kleidungsstück man erhält, wenn es verkauft wird. Dann lässt man die Sachen einige Wochen dort und erhält danach für die verkauften Dinge das vereinbarte Geld, während man die nicht verkauften Dinge wieder mitnimmt.
  

Spenden:

Wenn sich etwas schlecht verkaufen lässt oder wenn man einfach zügig Platz schaffen will, kann man Dinge auch für einen guten Zweck oder einfach zur Freude anderer Leute spenden. Damit verdient man zwar kein Geld, aber man kann damit oft gemeinnützige Organisationen unterstützen und einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten (denn alles, was wieder- oder weiterverwendet wird, muss nicht nochmal produziert werden!). Möglichkeiten zur Spende gibt es viele, doch manchmal muss man etwas aufpassen! Wohin kann man Spenden also bringen und wem nutzen sie da?

  • Umsonstläden oder Sozialkaufhäuser:
Gibt es in fast jeder größeren Stadt, einfach mal googeln!
Das Prinzip ist interessant: in Umsonstläden werden gespendete Gegenstände umsonst wieder abgegeben. Wer möchte, kann dafür Geld für die laufenden Kosten des Geschäfts spenden. Sozialkaufhäuser verkaufen die Spenden für sehr geringe Preise weiter. Geholfen wird also armen Leuten, die hier umsonst oder zu einem sehr niedirgen Preis einen neuen Wintermantel oder Spielzeug für die Kinder besorgen können. In einigen Läden kann aber auch jeder interessierte einkaufen, unabhängig vom Einkommen.
Was für Spenden angenommen werden ist vom jeweiligen Laden abhängig, meist kann man so gut wie alles das intakt und sauber ist spenden, sogar Möbel. Sozialkaufhäuser bieten oft sogar an, die gespendeten Dinge selbst abzuholen, so dass man sich nichtmal um den Transport kümmern muss!

  • Oxfam-Shops:
Gibt es ebenfalls in fast jeder größeren Stadt. Oxfam selbst ist eine unabhängige Hilfs- und Entwicklungsorganisation. In den Shops arbeiten ehrenamtliche Helfer, der Ertrag fließt in Hilfsprojekte und entwicklungspolitische Kampagnen. Spenden an Oxfam helfen also z.B. indem bedürftige Menschen bei uns preiswert Secondhand Ware kaufen können und zusätzlich dadurch, dass Geld für z.B. Hilfe bei Katastrophen, den Bau von Schulen in Entwicklungsländern usw. bereitgestellt wird.
Gespendet werden kann alles mögliche, das ist allerdings auch vom Shop anhängig - manche Shops nehmen nur Bücher, manche nur Kleidung, viele aber alles mögliche. Am besten im Internet unter http://www.oxfam.de/shops über den Shop vor Ort informieren!
Etwas negativ bei unserem Oxfamshop vor Ort finde ich, dass die ehrenamtlichen Helferinnen meist ziemlich unfreundlich drauf sind... Aber gut, ich mein, ich helf ja nicht denen, sondern anderen Leuten, und darum lasse ich mich von der Unfreundlichkeit auch nicht davon abhalten weiterhin Spenden in den Shop zu tragen. Oxfam hat übrigens auch Kleiderspendecontainer!

  • Kleiderspendecontainer:
Hier muss man aufpassen! Nicht jede Kleiderspende geht an Bedürftige. Die meisten Kleiderspenden sind gewerblich, d.h. die gespendeten Kleidungsstücke werden z.B. an Secondhandshops (vor allem im Ausland) weiterverkauft. Ich habe mal auf einer Secondhandshoppingtour in Prag viele Sachen gefunden, die eindeutig aus deutschen Kleiderspendecontainern stammten... Viele Textilien werden auch nicht als Kleidung weiterverkauft, sondern zu Füllstoffen verarbeitet. Auch die Container, auf denen Logos von Hilfsorganisationen kleben, sind oft nur gewerbliche Sammlungen. Die Hilfsorganisationen "vermieten" dabei ihr Logo. Man sollte also genau aufpassen und vorher recherchieren, in welchen Container man seine Kleiderspende wirft...

  • Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas...:
Krankenhäuser oder Altenpflegeheime freuen sich oft über z.B. Buchspenden, während sauberes Kinderspielzeug und gewaschene Plüschtiere gerne von Kitas entgegengenommen werden. Einfach mal ein paar Einrichtungen in der Nähe anrufen und fragen, ob sie was gebrauchen können!

  • Karton irgendwo abstellen:
Wenn einem sonst nichts mehr einfällt, kann man brauchbare Sachen auch immer noch in einen Karton werfen, ein Schild "zu verschenken" dranheften und die Sachen sichtbar irgendwo abstellen, beispielsweise am Eingang zum Müllhaus, auf einen Stromkasten oder (bei großen Wohnhäusern) neben dem Fahrstuhl. Etwas Vorsicht bei der Platzauswahl ist ratsam, denn pingelige Ordnungsbeamten oder Hausmeister könnten das als unerlaubtes Entledigen von Sperrmüll ansehen (daher ist das Abstellen in der Nähe von Müllcontainern zwar nicht schön, aber eigentlich am sichersten). Natürlich sollte man die Sachen, wenn sie nicht genommen werden, dann ordnungsgemäß selbst entsorgen, meist ist das Zeug aber schneller weg, als man gucken kann... 
Wer in einem großen Haus oder Wohnheim lebt, kann vorschlagen, eine Krempelkiste für alle einzuführen. Bei uns im Wohnheim z.B. legen viele Bewohner Dinge die sie nicht mehr brauchen an einen bestimmten Ort im Foyer. Bestimmt 90% davon werden im Laufe der nächsten 2 Tage von jemandem mitgenommen. Der Rest wird spätestens nach einer Woche dann weggeworfen (wobei es dann meist auch aus der Mülltonne ziemlich schnell wieder verschwindet).

Platz da! Teil 2: Vorbereitungen

Für eine Generalentrümpelung braucht man nur
  • Motivation (falls noch nicht vorhanden, hier abholbar)
  • etwas Zeit und einen Plan
  • ein paar stabile Pappkisten (z.B. Umzugskartons) und eine Rolle Mülltüten!
 
Motivation:
 
Na klar, wir wollen eine übersichtliche Wohnung und ordentliche Schränke! Aber dafür allein die ganze Arbeit? Am besten, man überlegt sich schon vorher, was man mit dem gewonnenen Raum anfangen will oder wofür man das verdiente Geld nutzen könnte. Man kann auch einfach kurzzeitig die Geduld verlieren diesen ganzen Krempel zu ertragen und die dabei entstehende Energie zum Entrümpeln nutzen.
Hilfreich, damit man unterwegs nicht einschläft, ist passende Musik und sich das Ziel immer vor Augen zu halten! Außerdem toll ist eine kleine Belohnung am Ende jedes Entrümpelungstages (z.B. ein entspannendes Bad oder eine Pizza mit dick Käse...) und eine größere am Ende der gesamten Aktion (etwas vom eingenommenen Geld kaufen oder tun, das man schon lange haben wollte, ein Entspannungstag in der Therme, oder Freunde einladen und mit dem neuen, schönen Zuhause angeben...).


Zeit und Plan:
 
Da man, vor allem wenn man lange nicht entrümpelt hat, oft vor einem erschlagenden Berg von Arbeit steht und gar nicht weiß, wo man anfangen soll, ist es meist hilfreich, sich das "Schlachtfeld" in mehrere Bereiche einzuordnen und sich für jeden Tag etwas vorzunehmen. Wer viel Zeit hat, kann sich jeden Tag ein Zimmer vornehmen, wer wenig Zeit hat, der nimmt sich in jeder Woche ein Zimmer vor und dabei an jedem Tag ein Möbelstück., oder auch nur eine Schublade. Am besten schreibt man vorher in einen Kalender, was man sich für wann vornimmt.

Wichtig ist nur: Abgrenzbare Bereiche vornehmen und in einem Bereich bleiben, bis er fertig ist! Man hat ein viel größeres Erfoglserlebnis, wenn man nach einer Stunde einen ordentlichen Schreibtisch oder meinetwegen auch nur eine ordentliche Schublade hat, als wenn man einen ganzen Tag mal hier, mal dort etwas aussortiert hat und der gesamte Raum deswegen inzwischen aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen... Sinnvoll ist es, an einer Stelle zu beginnen, wo der Erfolg gleich ins Auge springt! Also, welche Ecke im Raum ist aktuell total zugerümpelt und braucht dringend mal ein bisschen frischen Wind?

Wer eigentlich gar keine Zeit für eine Generalentrümpelung hat, für den ist vielleicht die Methode 7 Dinge in 7 Tagen interessant, die ich in meinem alten Blog für ein Jahr praktiziert habe. Ansonsten mache ich diesen Janaur bei wolfins Space-Clearing-Challenge mit, bei der wir gemeinsam jede Woche ein Zimmer entrümpeln und darüber bloggen.


Pappkisten und Mülltüten: 

Bevor es losgeht braucht man noch einige Behältnisse, in die man die entrümpelten Dinge werfen kann. Hierbei ist es sinnvoll, sie gleich zu ordnen, für mich hat sich dabei die folgende Kategorisierung in 3 Kisten + Schatztruhe bewährt:

  • Kiste 1: wegwerfen (mutiert in der Regel zu mehreren Säcken)
Hier kommt alles rein, was kaputt, dreckig und nicht mehr zu gebrauchen ist und was man niemand anderem zumuten kann.
Wichtig bei Kiste 1: Es handelt sich hierbei um Müll, d.h. die Kiste wird direkt nach dem Entrümpeln noch am selben Tag entsorgt - damit es nicht länger Platz blockiert als es ohnehin schon getan hat!

  • Kiste 2: weitergeben (meist mehrere Kisten und Säcke, vor allem bei Klamotten)
Alles, was man selbst nicht mehr braucht, was aber zu schade zum wegwerfen ist, kommt in Kiste 2 und wird verkauft oder verschenkt. Man trennt sich deutlich leichter von Dingen, wenn man weiß, dass man entweder noch Geld dafür bekommen kann oder dass jemand anders sich darüber freuen würde.
Man kann diese Kiste auch gleich aufspalten in mehrere Kisten für z.B. Ebay, Freunde, die Kleiderspende oder ähnliches. Vorschläge, wo man Gegenstände aus Kiste 2 verscherbeln oder verschenken kann, mache ich später in Teil 3 der Entrümpelungsblogaktion.
Wichtig bei Kiste 2: von hier aus kommt nichts zurück! Was nicht verkauft werden kann und was niemand geschenkt haben möchte, wandert nach maximal 4 Wochen in Kiste 1, denn was bis dahin nicht weg ist, wird auch später nicht begehrenswerter!

  • Kiste 3: Bewährungsfrist (hier ist eine Kistenform tatsächlich vorteilhaft)
Hier hinein kommt alles, was man eigentlich aussortieren könnte, wo aber noch Zweifel dran hängen ("Eigentlich isses doch total schön" / "Aber das könnte ich noch weiterverarbeiten zu ..." / "Eigentlich ist das super praktisch um ..."). Bevor man so ein fragwürdiges Objekt wieder ins Regal zurückstellt, legt man es in Kiste Nummer 3. Ist das Entrümpeln beendet, wird die Kiste verschlossen, ein Datum draufgeschrieben und sie kommt in den Keller. Stellt man in den nächsten Monaten fest, dass man etwas daraus wirklich benötigt oder vermisst, so kann es wieder herausgeholt werden.
Wichtig bei Kiste 3: Was ein Jahr lang in dieser Kiste lag, hat offenbar doch nicht den Wert, den man noch angenommen hat (besonders, wenn man gar nicht mehr weiß, was überhaupt in der Kiste drin war). Darum wird die 3 durchgestrichen und eine dicke 2 drübergeschrieben (und innerhalb der nächsten 4 Wochen für alles, was dann noch darin ist, eine 1).

  • Schatztruhe: (hier kann man ruhig eine schöne, stabile Pappkiste nehmen!)
Manchmal gibt es Sachen, die haben weder einen praktischen Nutzen, noch sind sie dekorativ genug um sie irgendwo offen hinzustellen. Aber es hängt eine schöne, wichtige Erinnerung daran. Bei mir ist das z.B. ein Flummi, ein altes Flugticket, ein kleines Plüschtier, ein Stickeralbum... Solche Sachen muss man natürlich nicht entrümpeln! Damit sie nicht zwischen anderen Sachen herumfliegen und untergehen, kann man sie aber in eine seperate Kiste stecken, die "Schatztruhe", deren Inhalt nur den Zweck hat, einen glücklich zu machen, wenn man drin rum stöbert. Damit die Schatztruhe nicht überhand nimmt, sollte man aber wirklich überlegen, ob die Erinnerung, die an dem Gegenstand hängt, tatsächlich aufbewahrenswert ist. Das ist eine ganz persönliche Sache. Ich hab z.B. sortiert nach "allgemeinen" Erinnerungen an eine bestimmte Zeit und nach speziellen. Wenn ich eine ganz spezielle Erinnerung z.B. an einen besonderen Moment auf einer Reise habe (z.B. eine besondere Muschel von einem stürmischen Tag am Strand), dann brauch ich nicht noch eine allgemeine (wie das Flugticket, Broschüren, Kotztüten aus dem Flieger, Stadtplan usw...).