Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick 2015

Aloha,
das Jahr ist bald zuende, diesmal war so viel Chaos, dass ich leider nicht wirklich was bloggen konnte... Viel Arbeit auf Arbeit, Dienstreisen, ein Feld, eine neue Sportart, nebenbei wurden Freund und ich auch noch Hausmeister und haben eine Küche ein- und einen Fahrradunterstand aufgebaut... Aber ich hab viel Inspirationen gewonnen, viel neues ausprobiert, und hoffe dass ich 2016 das auch hier im Blog verwursten kann!


Das hatte ich mir gewünscht:
- im Institut einarbeiten (hat geklappt, war aber eigentlich unnötig - dank Stipendium arbeite ich jetzt fast nur noch zuhause, in Schlafanzughose *freu*)
- nach Island reisen (hat auch geklappt und war wunderschön!)
- ein Gemüsefeld im Saisongarten beackern (hat super viel Spaß gemacht und unsere Ernährungsgewohnheiten sehr umgestellt... Werd ich in Zukunft auch mal drüber bloggen!)

Das war toll:
- Ich hab über den Eldaring viele liebe Menschen kennengelernt
- Auch wenn man sich über Kollegen aufregt und vieles im Projekt einfach vollkommen bekloppt läuft: das Promovieren macht Spaß. Ich kann arbeiten wo und wann ich will, und sofern ich es sinnvoll begründen kann, kann ich auch meine Forschung in selbst ausgesuchte Richtungen lenken. Außerdem gibts oft Dienstreisen!

Das war doof:
- kranke Oma & dem Nervenzusammenbruch immer näher kommende Mama... Selbst wenn man es überhaupt nicht mehr für möglich hält, kann sich alles immer noch ein ganzes Stück weiter verschlechtern
- zwei gute Freunde von uns sind in eine andere Stadt umgezogen
- extreme Trockenheit und Kartoffelkäfer auf dem Feld (ok, die Kartoffelkäfer fanden mich bestimmt auch ziemlich doof, denn ich hab sie und ihre Eier zerquetscht )

Das kam dazu: 
- 36 m² Acker
- blaue Flecken vom Poledance (inzwischen zum Glück deutlich weniger)
- ganz liebe Leute vom Eldaring-Stammtisch und das Ostara-Seminar
- Poledance-Stange im Wohnzimmer (sieht jetzt ein bisschen aus wie in der U-Bahn...)
- Geld... Ja wirklich. Nachdem ich jahrelang fast von Luft und Liebe leben musste, war ich direkt ein bisschen überfordert, dass ich jetzt plötzlich welches habe. Die Gewohnheit ist schlecht abzulegen, ich stand beim IKEA vor den leckeren Schoko-Haferkeksen und erwägte wie üblich, ob ich eine Packung mitnehme oder nicht, denn sie sind ja schon ziemlich "teuer" (3,99 für nen Schuhkarton). Bis mir auffiel dass ich ja jetzt deutlich mehr verdiene und direkt zwei Kartons genommen habe (hach ist das schön...).

Das gab es nicht mehr:
- Silat... nachdem mein Trainer erst lange Zeit Probleme mit verschiedensten Körperteilen hatte, ist er jetzt auf Weltreise aufgebrochen. Irgendwie verlief dann alles im Sande, aber mit Poledance, Yoga und Feld bin ich eigentlich auch gut ausgelastet.
- im Gegensatz zum letzten Jahr keine Erdbeben (zumindest keine, die mir aufgefallen wären)

Was ich gelernt hab:
- mein Krafttier ist ein weißes, flauschiges, dickes Kaninchen
- dass die Motivation der Umweltpolitik derzeit leider nicht ernsthaft die Verminderung von Umweltbelastungen ist, sondern auch wieder nur wirtschaftliches Interesse - bloß hübsch verpackt in schwammigen Wörtern
- wie man diverse Rüben und anderes vom Feld zubereitet und dass das Zeug aus eigenem Anbau unglaublich lecker ist

Was ich geschafft hab:
- ein Stipendium zu bekommen
- aufm Kopp ohne Hände an einer Stange zu hängen 
- verschiedene Lost Places zu erkunden
- einäugig den Halloween-Kostümwettbewerb in der Disco mit dem absolut niedrigsten Niveau der Stadt zu gewinnen, plus ein Jahr freien Eintritt dort 

Reisen & Trips:
Neben einer unvergesslichen Reise nach Island noch die üblichen Verdächtigen Berlin & Bad Wildungen, außerdem kurze Reisen nach München, Zeitz, an die Externsteine und die Loreley, beruflich nach Osnabrück, Tutzing, Bad Pyrmont, Wien und Bratislava, Dortmund. Joah, dieses Jahr war ich unterwegs...

Grundnahrungsmittel:
Zeug vom Feld! Vor allem diverse Salate, Kartoffeln, Pastinaken, Rote Beete, Möhren, riesige Kürbisse, Kohl, Lauch und diverse andere... Insgesamt hab ich mich extrem gesund ernährt und über etwa zwei Monate mussten wir außer Brot und Frischkäse auch gar nix mehr einkaufen, weil das Feld genug für und beide plus hungernde Studenten-Freunde abgeworfen hat.

Im Gedächtnis bleibende Momente:
- Käferquetschen
- in einem verlassenen, zerfallenden alten Ballsaal in einem Lichtstrahl herumtanzender, goldener Staub, drum herum Stille, die alles verschluckt, und dann eine Melodie auf dem Klavier, das dort noch immer steht
- ganz viele wunderschöne Stellen von Island, und den Buckelwal-Buckel...  

Wünsche und Pläne für 2016:
- außer den notwendigen Dingen (Essen, mein bissel Kosmetikzeug, Geschenke) nix kaufen. Bin gespannt....
- den Hauptteil meiner Diss fertig bekommen
- mich nicht mehr über dumme Leute aufregen, sondern Agglomerationspunkte solcher Personen einfach meiden
 



Ich wünsch ich euch allen einen guten Rutsch und ein gesundes, beglückendes 2016!

 

Montag, 2. November 2015

Halloween: Zombiebrautkostüm 2.0

Braaaaaaaaiiiins!

Aloha, vielleicht erinnert ihr euch noch an mein Zombiebrautkostüm für Halloween. Dieses Jahr wollte ich es mal wieder verwenden, aber noch ein bisschen pimpen... Ich hab ein paar weiße Samthandschuhe gefunden, die sich noch recht gut auf die bräunliche Dreckfarbe vom Kleid nachfärben ließen. Außerdem lag noch eine schwarze Perücke herum und als Brautsträußchen hab ich ein paar verdorrte Pflänzchen zusammengebunden.

Dann hab ich mir noch schnell ein Auge ausgerissen und mich mit etwas Blut bekleckert, mir den Freund geschnappt und trädäää:


Dieses Jahr ist auch das Blut super geworden! Wir haben diesmal Rote Beete Saft als Basis genommen, dann etwas Orangensaft (den billigen aus Konzentrat) hinzugegeben bis die Farbe gestimtm hat. Aufgekocht mit Speisestärke, wobei ich da irgendwie immer doppelt so viel brauche wie drauf steht...

Das Auge hab ich übrigens so hinbekommen: aus schwarzem Stoff hab ich ein Augenpatch ausgeschnitten, den Rand mit Mastix eingepinselt und um mein Auge geklebt (nicht zu straff, damit man das Auge dahinter auch noch öffnen kann. Es ist vielleicht ratsam, sich vorher nochmal durch die Wimpern zu wuscheln, damit einem nicht auf der Party unter dem Makeup eine Wimper ins Augefällt). Dann einmal drum rum schmieren mit dem allseitsbeliebten Gelofix aus dem Kostümbedarf, ein paar Klopapierfetzen draufdrücken, das ganze mit Makeup betupfen und Blut hinzugeben (ich hab das mit einem dünnen Pinsel einfach aufgenommen und dann in die "Rille" zwischen dem unteren Gelofix und dem Stoff getröpfelt, dadurch ist es sehr natürlich geflossen - muss man vorsichtig machen, sonst gehts ins Auge).

Ich konnte übrigens ziemlich gut durch den Stoff sehen. Mal sehen, vielleicht mach ich das nächstes Jahr sogar mit beiden Augen! Hier seht ihr die Augenhöhle, inwzischen abgerissen, nochmal im Detail:

Das Kostüm kam wohl ziemlich gut an... Wir haben dieses Jahr statt unserer üblichen kleinen Studentenparty mal in einer größeren Disco gefeiert. Auf dem Weg dahin hab ich schon einen kleinen Tumult verursacht und Fotosessions für Passanten gemacht. In der Disco wurde unsere Gruppe dann öfters mal für Angestellte gehalten, und schließlich hab ich den Kostümwettbewerb gewonnen. Preis waren eine Pulle Sekt und ein Jahr VIP-Mitgleidschaft mit freiem Eintritt (ok, so oft gehen wir da nicht hin, aber... ich hab gewonnen!! *im Kreis hops und sich nen Kullerkeks freu*)

Sonntag, 15. Februar 2015

Jahresrückblick 2014

Aloha,
leider habe ich es diesmal nicht geschafft, den Jahresrückblick für 2014 noch 2014 zu schreiben. Die Zeit kurz vor Weihnachten bis kurz nach Silvester ist bei mir immer eine Art Ausnamezustand, da ich da bei meinen Eltern bin und über Silvester dann irgendwo quer durch die Republik (oder woanders hin) fahre, um mich mit Freund und seinen Freunden zu treffen. Diesmal kam noch dazu, dass meine Oma, inzwischen 90, am 23. wieder ins Krankenhaus kam und meine Mutter nun wirklich mit den Nerven völlig am Ende war (nach 10 Jahren Krankenhaus rein, Krankenhaus raus).
Nunja, abgesehen von vielen gesundheitlichen Problemen im Rest der Familie war 2014 für mich ein sehr erfolgreiches und schönes Jahr, aber lest selbst...
 
Das war toll:
- Weisheitszahn-OP ging einfach mal absolut problemlos: alle 4 bei lokaler Betäubung in nichtmal 30 Minuten raus, keine Schwellung, keine Blutung, keine Schmerzen...
- spirituell hab ich irgendwie einen Pfad gefunden, neben dem ich schon seit Jahren herumgerannt sein muss, denn es ist alles so vertraut. Es ist nur neu, dass ich plötzlich einen Namen dafür gefunden habe und ihn dadurch auch irgendwie klarer sehen kann
Das war doof:
- viele gesundheitliche Probleme bei Omi & Muddi
- langwierige Verzögerungen in der Uni, ist man ja inzwischen gewöhnt... aber hier hätte alles auch deutlich stressfreier und 2 - 3 Monate schneller gehen können, wenn net überall nur Pfosten arbeiten würden...
Das hab ich neu:
- ein Smartphone (da mein Dumbphone kaputt ging, ich etwa zeitgleich den Anbieter gewechselt habe - und es irgendwie keine gescheiten Verträge ohne Internet mehr gibt...)
- ein Papier wo "Diplom" draufsteht
- eine supertolle Kamera
- Erfahrungen wie sich ein Erdbeben anfühlt
 
Das hab ich nicht mehr:
- Weisheitszähne
- Nerven (zumindest was die Omi im Krankenhaus und diverse Bedienstete der Uni angeht)
 
Was ich gelernt hab:
- Guinnes zerstört dich von innen. Und zwar egal wie katerresistent du bei sämtlichen anderen Alkoholika bist. Und die dadurch provozierten Blähungen könnten einen Bullen töten.
 
Was ich geschafft hab:
- das Studium
- einen Arbeitsvertrag zu bekommen als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Institut, in dem ich seit Jahren Hiwi war
- einen Zwergenhelm & eine Doppelaxt aus Pappmache zu basteln
 
Reisen & Trips 2014:
die üblichen Trips nach Berlin und Bad Wildungen, nach Dzielnica in Polen auf den alten Bauernhof von Freunds Familie, eine kleine Irlandrundreise, Phantasialand und über Silvester Leipzig
 
Grundnahrungsmittel 2014:
- Smoothies
- Freunds Schnittchen
 
Im Gedächtnis bleibende Momente:
- Zunächst mal die diversen Erdbeben, da ich vorher noch nie eins erlebt habe
- das Hügelgrab New Grange
- singende betrunkene Iren in melancholischer Stimmung
- mein Freund wie er auf dem alten Bauernhof knüppelschwingend einem vom Nachbarn ausgebüchsten Huhn hinterherrennt
Wünsche für 2015:
- im Institut einarbeiten
- nach Island reisen
- ein Gemüsefeld im Saisongarten beackern